Was ist eine gute Newsletter Öffnungsrate? Und warum die Frage keinen Sinn macht!

Immer wieder die Frage danach, was gute Newsletter Öffnungsraten sind. Und sicherlich könnte man auch EINE Antwort geben. Newsletter2go.de weißt die durschnittliche Öffnungsrate für 2015 mit 24,25% aus. Also ist alles darüber gut und andersrum? Meiner Meinung nach nicht!

Warum stellt man sich überhaupt die Frage?

Wenn es um Optimierung der Öffnungsrate geht, optimiert man primär Betreffzeile, Versandzeitpunkt und ggf. den Absender (falls man diesen denn überhaupt variieren möchte). Man kann auch verschiedene Kundensegmente bilden und diese dann wiederum mit extra Betreffzeilen, Zeitpunkten…. bespielen! Aber lässt eine Öffnungsrate von 25% auf einen guten Versandzeitpunkt schließen? Eine von 50%? Eine von 80%? Nein!

Warum nicht?

Jeder Newsletter ist unterschiedlich. Jede Branche ist unterschiedlich. Der wichtigste Faktor für die Öffnungsrate ist, an wen der Newsletter verschickt wird. Tendenziell haben neue Newsletter-Verteiler eine höhere Öffnungsrate. Das Interesse am Newsletter ist dann am höchsten, wenn der Kunde sich für den Newsletter anmeldet. Verteiler die mehrere Jahre alt sind, haben oft Adressaten die mittlerweile kein Interesse mehr am Produkt haben oder den E-Mail Account gar nicht mehr nutzen. Deshalb wird, auch bei relevantem Content, die Öffnungsrate über die Jahre eher abnehmen. Es sei denn man bereinigt/ segmentiert (verkleinert) seinen Verteiler.

Zwischenfazit: Ein alter Verteiler in dem der Großteil der Leute schon länger keinen Newsletter mehr geöffnet hat, wird auch bei optimalem Versandzeitpunkt + Betreff nicht reagieren!

Besonders wichtig: An wen wird der Newsletter verschickt! Übertreibung machts deutlich.

Beispiel1:

Interner Newsletter der Geschäftsführung an alle Mitarbeiter: Geschätze Öffnungsrate 90%+x! Egal ob die Mail morgens, abends oder am Wochenende versendet wurde. Egal ob im Betreff von „Änderung beim Mittagessen“, „Vorstellung neue Kollegen“, „Schönen Feierabend“ oder „Gehaltserhöhung“ die Rede ist. Die E-Mail wird man lesen.

Beispiel2:

Newsletter eines Onlineshops für Baby-Bedarf, versendet an alle Kunden der letzten 3 Jahre! Öffnungsrate: eher gering! Unabhängig von Betreff oder Versandzeitpunkt. Die Interessen haben sich teilweise gewandelt. Zudem werden einige Mail-Accounts ggf. nicht mehr gecheckt (Neu Mailadresse, Firmenwechsel, verstorben…)

Was machen wir nun?

Zunächst sind wir uns bewusst, dass absolute Öffnungsraten nichts über die Güte von Betreffzeile + Versandzeitpunkt im Vergleich zu anderen Newslettern aussagen. Jeder Vergleich hinkt. Trotzdem empfiehlt es sich an der Öffnungsrate zu arbeiten. Es folgt zeitnah ein Artikel darüber, was die Öffnungsrate nach oben bringen kann. Ob von 6 auf 7% oder von 80 auf 83% ist dabei zweitrangig, solange das Optimum herausgeholt wird. Besten Dank!

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