Double-Bidding im SEA – Kann man nur empfehlen!

Eines zunächst vorweg! Ich bin ein großer Fan von Double-Bidding in Suchmaschinen!

Was ist Double-Bidding?

Double-Bidding bezeichnet die gleichzeitige Auslieferung von Anzeigen eines Unternehmens. Das Wort „double“ bezieht sich darauf, dass zwei Anzeigen der gleichen Firma zur gleichen Zeit angezeigt werden. Theoretisch ist natürlich auch Triple-Bidding, etc. möglich! Im Prinzip geht es darum, dass man durch die Belegung mehrere Anzeigenplätze, zusätzliche Klicks generiert, die man mit nur einer Anzeige nicht erreichen kann.

Double-Bidding in der Praxis

Wie Ihr sicherlich merken werdet, ist es nicht möglich mit der gleichen Domain mehrere  bezahlte Google Anzeigenplätze einzunehmen. Für Google macht es keinen Sinn 10mal das gleiche Ergebnis anzuzeigen. Aus diesem Grund ist die Doppelbuchung von Keywords für das gleiche Unternehmen/ die gleiche Webseite in den Google Richtlinien untersagt. Aber natürlich geht es trotzdem.

Natürlich geht es trotzdem!

Das Beispiel von Parship und Elitepartner zeigt, dass es auch innerhalb eines Konzerns die Möglichkeit gibt, beide Portale gleichzeitig zu bebieten. Sowohl Parship als auch Elitepartner gehören zu „Oakley Capital“

parship_elitepartner_screen

(FYI: Das Beispiel kommt von Bing, aber auch bei Google haben beide Marken auf die gleichen Begriffe geboten. (Stand Juli16))

Damit man Anzeigen für verschiedene Webseiten schalten kann, muss man sich einen zusätzlichen Adwords-Account anlegen. Man kann die Kampagnen dann weitestgehend kopieren und lediglich die Anzeigentexte für die neue Domain anpassen und ggf. abändern. Nur in Ausnahmefällen kommt es von Google zu Ablehnungen. Mir persönlich ist kein Fall bekannt. Solange die Domains verschieden sind und die Inhalte nicht einfach nur gespiegelt wurden, kann man Double-Bidding problemlos starten.

Macht Double-Bidding Sinn und wird es dann nicht viel teurer?

Einige mögen es für unsinnig halten, aber Double Bidding kann sich wirklich lohnen. Es ist unstrittig, dass das Maximum an Umsatz dann erreicht wird, wenn man alle Suchergebnisse mit eigenen Ads belegen würde. Auf der anderen Seite steigen in dem Moment auch die Kosten. Es besteht die berechtigte Sorge, dass man sich gegenseitig hochbietet. Die entscheidende Frage ist aber, ob die Kosten/ Umsatzrelation trotzdem passt. Sollte dies der Fall sein, macht Double-Bidding Sinn und man sollte das maximale an Umsatz mitnehmen. Häufig lohnt es sich für sehr effektive Suchbegriffe zweifach zu bieten. Man muss nicht zwangsläufig auf Position 1 und 2 sein. Wenn die KUR nur Position 4 zulässt ist dies auch in Ordnung.

Das wichtigste ist für mich als SEA Interessierter jedoch nicht der zusätzliche Umsatz. Vielmehr hat man die Möglichkeit die Daten aus verschiedenen Accounts zu vergleichen. Wie unterschiedlich sind die CPCs tatsächlich, wie sind die CTRs verschiedener Domains und Positionen bei ähnlichen Anzeigentexten? Besonders überrascht war ich von den großen CPC Differenzen bei Keyword-Domains. So kommt es vor, dass man für das gleiche Keyword  auf Position 1 teilweise deutlich weniger bezahlt als für Position 2 mit einer „Nicht-Keyword-Domain“. Sehr spannend und lehrreich für das SEA Verständnis. Falls Ihr die Möglichkeit habt, probiert es gerne einmal aus. Happy to discuss.

 

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